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- Die Interdependenz zwischen zahnärztlicher Behandlung und Herpesreaktivierung
Gesundheitswissenschaften
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Verlag:
Bachelor + Master Publishing
Imprint der Bedey & Thoms Media GmbH
Hermannstal 119 k, D-22119 Hamburg
E-Mail: info@diplomica.de
Erscheinungsdatum: 05.2011
AuflagenNr.: 1
Seiten: 58
Abb.: 7
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback
Sowohl symptomatische (Rekrudeszenzen) als auch asymptomatische (Rekurrenzen) Reaktivierungen des Herpes simplex-Virus Typ 1 in der Mundhöhle tragen zur Übertragung und Verbreitung von HSV-1 bei besonders an so exponierten Stellen, wie sie in der Zahnheilkunde untersucht und behandelt werden. Um die Frequenz der HSV-1 Reaktivierung im Zusammenhang mit der zahnärztlichen Manipulation zu untersuchen, wurde die HSV-Nested-PCR auf 100 Mundschleimhautabstriche angewendet, die bei zwanzig immunkompetenten Probanden gesammelt wurden. Dabei wurden die Proben ein Tag vor, direkt vor und direkt nach, sowie zwei Tage und fünf Tage nach der zahnärztlichen Behandlung entnommen. Insgesamt wiesen 7 der 16 seropositiven Personen HSV-1-DNA in ihren Proben auf. Zwei dieser 16 Probanden bekamen während des Untersuchungszeitraumes sogar Rekrudeszenzen. Bei vier Seronegativen wurde erwartungsgemäß über den gesamten Untersuchungszeitraum keine HSV-1-DNA nachgewiesen. Diese erhöhte Frequenz der Reaktivierung zeigt, dass auch die allgemeine zahnärztliche Tätigkeit als Triggerfaktor für klinische und subklinische Reaktivierung des HSV-1 in der Mundhöhle bei immunkompetenten Personen zu werten ist. Neben den pathophysiologischen Manipulationen an den peripheren Endigungen des maxillären und mandibulären Astes des Nervus trigeminus ist der Faktor Stress das entscheidende Kriterium. Ferner lässt sich bemerken, dass zwischen der absoluten Reaktivierungshäufikeit und der klinischen Rezidivanamnese eine Interdependenz besteht. So war die Frequenz der Reaktivierungen bei den Probanden höher, die auch an Rekrudeszenzen gelitten haben.Dieses Buch erläutert die Thematik detailliert, schildert den Gang der Untersuchung und liefert interessante Ergebnisse.
Textprobe Kapitel 3.2.2.4, HSV-1 Southern Blotting: Unter UV-Licht wurden die DNA-Bande aus dem Agarosegel herausgeschnitten. Denaturierung Um die Doppelstränge der DNA zu trennen, wurden - vor dem Transfer auf die Nylonmembran - die DNA-haltigen Gelstücke zweimal für je 30 min in Denaturierungspuffer bei 21 ° C inkubiert. Die Gelstücke wurden für ca. 15 min in Southern Transfer Puffern geschwenkt, danach die einzelsträngige DNA mit Hilfe des S&S Turbo Blotters alkalisch auf eine Nylonmembran transferiert. Die Nylonmembran wurde gleichzeitig in destilliertem Wasser angefeuchtet. Der Turbo Blotter wurde folgendermaßen beschickt: 20 dicke Filterpapierblätter, 4 dünne Blätter und ein dünnes, in Transferpuffer angefeuchteten Blatt. Die angefeuchtete Nylonmembran wurde darauf gelegt und mit den feuchten Gelstücken bestückt. Dabei ist darauf zu achten, dass Luftblasen vermieden werden. Die Schichtung wurde um 3 im Puffer genässte dünne Filterpapiere ergänzt. Den Abschluss bildete ein großes Filterpapierblatt. Die Enden dieses Papierblattes reichten auf beiden Seiten in eine mit Transferpuffer gefüllte Wanne, um die Kapillarkräfte während des Blottens aufrecht zu erhalten. Schließlich wurde eine zum Blotter gehörige Deckpappe (Wick Cover) aufgelegt. 2. Neutralisierung Nach 70 min wurde der Transfervorgang gestoppt und die Nylonmembran für 5 min in Neutralisationspuffer gelegt und gewaschen. 3.Cross-linking und Trocknung Die Membran wurde zur DNA-Fixierung für einige Minuten unter UV-Licht gelegt und zusätzlich bei 80 ° C für 20 min im Heissluftschrank getrocknet. 4. Prähybridisierung Die Inkubation der geblotteten Nylon-Membran fand für 60 min in Vorhybridisierungslösung bei 68 ° C im Wasserbad statt. Um die Doppelstränge der Sonden-DNA zu trennen, wurden pro Membran 12 µl Sonde in 12 ml Prähybridisierungslösung gegeben und für einige Minuten aufgekocht. 5. Hybridisierung Die Hybridisierung der DNA erfolgte bei leichtem Schwenken mit digoxygenin-markierter DNA-Sonde und vollzog sich in einem Wasserbad bei 68 ° C für 16 – 24 Stunden. Bei der DNA-Sonde handelte es sich um eine Plasmid-DNA, die die komplementäre HSV-1-gB-Sequenz enthielt.
Dr. Christoph Thiemann, M.Sc. wurde nach dem Studium der Humanmedizin und der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Witten/Herdecke 2006 zum Zahnarzt approbiert. Während des Studiums war er zwei Jahre als Studentischer Senator der Universität Witten / Herdecke tätig. 2007 erfolgte die Promotion am Institut für Mikrobiologie und Virologie der Universität Witten/Herdecke. Nach Aufenthalten an der School of Dental Medicine - University of Pennsylvania (Philadelphia, USA) und der School of Dental Medicine - Harvard University (Boston, USA), absolvierte er seine seine Assistenzarzttätigkeit in der Gemeinschaftspraxis und Privatzahnklinik Unna. Seit 2009 ist er in einer Praxis für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie in Dortmund tätig und erhielt die Weiterbildungsbestätigung in Fach- und Sachkunde für digitale Volumentomografie am International Medical College Münster. Nach dem postgradualen universitären Master-Studium an der Donau-Universität Krems wurde er 2010 zum Master of Science Orale Chirurgie / Implantologie ernannt. Dr. Thiemann, M.Sc. ist Autor von nationalen und internationalen Veröffentlichungen und Kongreßbeiträgen und seit 2010 als Referent auf dem Gebiet der Hygiene in der Zahnheilkunde tätig. Seit 2011 hat er eine Visiting-Professur an der an der Danube Private University (DPU) – Fakultät Medizin/Zahnmedizin, Krems übernommen und besitzt einen Lehrauftrag an der Universität Witten/Herdecke.
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